Forschung für unsere Zukunft

Die Energie von morgen heute verstehen.

Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen. Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden.
Weiters gilt für sämtliche, über Formulare auf dieser Website übermittelten Daten unsere Datenschutzerklärung

#815584

Regionale Energiebereitstellung und effizienter zwischenbetrieblicher Energieaustausch Region Krems

Die Region um die Stadt Krems ist einerseits wichtiger Industriestandort, andererseits ein renommiertes Weinbaugebiet. Ein nachhaltiges Energiesystem ist für die Region daher in ökologischer als auch ökonomischer Hinsicht wichtig. Die ansässigen Industriebetriebe aus den Sparten Kunststoff, Metall, Chemie und Holzverarbeitung mit rund 3000 Beschäftigten haben überregionale Funktion, sie spielen als Abnehmer bzw. Zulieferer für regionale Unternehmen eine wichtige Rolle. Für die energieintensiven Produktionsstätten sind Versorgungssicherheit und konkurrenzfähige Energiekosten wichtig. Die Stadt Krems hat keine eigene Energieproduktion, die Rohstoffe für die thermischen Großkraftwerke in der Region müssen importiert werden. In den Gemeinden der Region besteht Interesse, mit der örtlichen Landwirtschaft Projekte im Bereich Energieversorgung umzusetzen. Das Aufdecken von Einsparpotentialen, die Optimierung des regionalen Energiebedarfs und dessen Deckung durch Erneuerbare Energie aus der Region sind aufgrund des geringen Grades der Eigenversorgung daher von hoher Priorität.

Ausgangssituation

Die Zielsetzung besteht in der Ausarbeitung konkreter Konzepte für die Umsetzung von Effizienzsteigerungsmaßnahmen und die Integration erneuerbarer Energieträger in die Region Krems und Umland. Entsprechend ist das Hauptziel ein Konzept für die effiziente und nachhaltige Energieversorgung der beteiligten Industriebetriebe in der betrachteten Region. Ein weiteres Ziel ist die bestmögliche Einbettung der industriellen Energieversorgung in die Energieversorgung der Region, weshalb auch die Gesamtenergiesituation der Region mitbetrachtet wird. Durch die detaillierte Untersuchung ausgewählter Industriebetriebe sollen auch Rückschlüsse auf mögliche Effizienzsteigerungspotenziale und Integrationsmöglichkeiten erneuerbarer Energieträger ähnlicher Betriebe gezogen werden.

Projektverlauf

Energetische Analyse der Industrieregion Krems:
Zuerst werden Daten über Energieerzeugung, -verteilung und -verbrauch der Region Krems erhoben, mit dem Fokus auf die Endenergieträger Strom, Erdgas und Treibstoffe, andere Energieträger zur Wärmebereitstellung und den Eigenerzeugungskapazitäten der Region.
Energetische Analyse ausgewählter Betriebe der Industrieregion Krems
Ausgewählte Betriebe der Region Krems und Umland werden unter deren Mithilfe auf ihren Energiebedarf und ihre Verbrauchsstruktur hin analysiert, insbesondere auf deren Wärmebedarf und mögliche Abwärmepotenziale. Die Analyse liefert exakte Darstellungen der Energiestrukturen ausgewählter Industriebetriebe, inklusive möglicher Ansatzpunkte für den Einsatz regenerativer Energieträger und die Anwendung von Effizienzsteigerungsmaßnahmen.

Die Region wird auf Potenziale an erneuerbaren Energieträgern, mögliche Umwandlungstechnologien sowie Potenziale industrieller Abwärme untersucht.
urch die Zusammenführung der Analyseergebnisse werden die aufgezeigten Möglichkeiten des Einsatzes regenerativer Energiequellen in der Region und in den ausgewählten Industriebetrieben mit den zur Verfügung stehenden Potenzialen abgeglichen.

Für Anlagen, die Energieeffizienzsteigerungen in Betriebsstätten der genannten Betriebe mit sich bringen bzw. für Technologien auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energieträger werden beispielhafte Business Pläne erstellt.

Ergebnisse

Nach der 18monatigen Projektlaufzeit soll ein Konzept für ein regionales Modellsystem vorliegen. Es zeigt die auf Effizienz und auf den Einsatz regenerativer Energieträger optimierten Energiestrukturen ausgewählter Industriebetriebe und die Vernetzung von industrieller und regionaler Energiestruktur: einerseits mittels gemeinsamer Nutzung regional verfügbarer erneuerbarer Energieträger, andererseits mittels Nutzung von industrieller Abwärme in Haushalten und Gewerbebetrieben. Das CO2-Emissionsminderungspotenzial, das bei Umstellung auf ein regeneratives Energiesystem erreicht werden kann, wird ebenso aufgezeigt wie die notwendigen abnehmer- und erzeugerseitigen Umsetzungsbedingungen

Steckbrief

Projektnummer
815584
Koordinator
Regionalverband noe-mitte
Projektleitung
Karin Tausz, tausz@noe-mitte.at
Förderprogramm
Energie der Zukunft
Dauer
04.2008 - 09.2009
Budget
121.828 €