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Technologieoption und Forschungsbedarf für eine kostengünstige Photovoltaik-Gebäudeintegration

Ziel des Projekts ist es, Technologieoptionen und Forschungsbedarf für eine radikale Kostensenkung der PV-Gebäudeintegration (GIPV) zu identifizieren. Dadurch soll die PV-Gebäudeintegration mittelfristig wirtschaftlich attraktiver als konventionelle PV-Anlagen und fit für den Massenmarkt gemacht werden. In diesem Projekt sollen die attraktivsten Technologieoptionen, die notwendigen Innovationsschritte, der Forschungsbedarf und mögliche Lösungsstrategien in allen Bereichen eines GIPV-Gesamtsystems (Material, Produktion, Engineering, Einbau, …) eruiert und aufgezeigt werden, um in Summe mittelfristig eine radikale Senkung der Stromgestehungskosten zu erreichen. Ein besonders hohes Kostenreduktionspotenzial versprechen dabei Entwicklungen im Bereich der PV-Dünnschicht-technologien, die das Potenzial haben, den Übergang vom PV-Modul zur „Strom erzeugenden Glasplatte“ einzuleiten. Die PV-Gebäudeintegration unterscheidet sich wesentlich von konventioneller Photovoltaik. Von Gebäudeintegration spricht man, wenn PV-Module zusätzlich zur Stromerzeugung noch zumindest eine weitere Funktion in der Gebäudehülle übernehmen (z.B. Witterungsschutz, Abschattung, …). Durch diese multifunktionale Nutzung von PV-Modulen können erhebliche Kostensynergien zu her-kömmlichen Fassaden- oder Dach¬systemen entstehen, was mittelfristig zu einer deutlichen Reduktion der Stromgestehungskosten führen kann. Derzeit sind die Stromgestehungskosten einer GIPV-Anlage in Mitteleuropa noch um etwa 10 bis 35 Cent/kWh höher als jene konventioneller PV-Anlagen (Aufdachanlagen, Freiflächenanlagen) mit Gestehungskosten von etwa 43 Cent/kWh. Die Folge dieser geringeren wirtschaftlichen Attraktivität ist, dass GIPV am Markt noch immer ein Schattendasein fristet. Ursache für die höheren Kosten sind in erster Linie die hohen PV-Modulkosten aufgrund aufwendiger Einzelstück- und Kleinstserienfertigung und der hohe Planungsaufwand für die Maßfertigung nach Kundenwunsch. Die detaillierte Analyse der Reduktions¬potenziale der PV-Modulkosten für die Gebäudeintegration ist somit ein wesentlicher Teil dieser Grundlagenstudie. Als Ergebnis des Projekts soll eine Technologie-Roadmap für eine kostengünstige GIPV vorliegen, in der die attraktivsten Technologieoptionen, der technologiespezifische Forschungsbedarf und mög-liche Innovationsstrategien zur Kostenminimierung in den verschiedenen Gliedern der Wertschöpf-ungskette dargestellt werden. Es soll auch darauf eingegangen werden, welche Möglichkeiten die österreichische Industrie hat, sich ausgehend von ihren derzeitigen Stärkefeldern in diesem zukunftsträchtigen Markt erfolgreich zu positionieren. Die inhaltliche Bearbeitung des Projekts wurde in 9 Arbeitspakete (AP) untergliedert: AP1: Zielkosten für wettbewerbsfähige GIPV AP2: PV-Zelltechnologien AP3: Einkapselungsmaterialien AP4: Fertigungstechnik AP5: Engineering AP6: Kostensynergien AP7: Alterungs- und Materialtests AP8: Technologie-Roadmap zu kostengünstiger GIPV AP9: Projektmanagement Das Projekt soll im Juli 2008 starten. Das Ende des Projekts ist im Dezember 2009 geplant.

Steckbrief

Projektnummer
817642
Koordinator
HEI Eco Technology GmbH
Projektleitung
Dieter Hornbachner, office@hei.at
Förderprogramm
Neue Energien 2020
Dauer
07.2008 - 10.2010
Budget
270.840 €