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Resource-efficient fuel additives for reducing ash related operational problems in waste wood combustion

Die energetische Nutzung von Altholz in eigens konzipierten Verbrennungsanlagen oder durch Mitverbrennung in bestehenden Waldhackgut-Verbrennungsanlagen, ist heutzutage zur gängigen Praxis in vielen EU-Mitgliedstaten geworden. Oftmals steht ein ökonomischer Antrieb hinter dieser Vorgangsweise. Zum einen können durch die Verbrennung von Altholz anfallende Entsorgungskosten gespart werden, zum anderen ist der Rohstoff Altholz im Vergleich zu Frischholz relativ kostengünstiger. Bei der Mehrheit der europäischen, sowie der österreichischen Altholz-befeuerten Kraftwerke treten aschebedingte Probleme, wie Verschlackung, erhöhter Depositionsaufbau und Korrosion, an den Überhitzerrohren sowie an den Wänden des Feuerungszuges auf. Diese führen oft zu inakzeptabel kurzen Reisezeiten und ungeplanten Stillständen, welche die ökonomische Effizienz der Kraftwerke deutlich vermindert. Die Probleme werden oft durch Alkalichloride, welche während der Verbrennungsprozesse des Altholzes entstehen, verursacht. Eine gängige Maßnahme um diese Probleme zu reduzieren, ist die Verwendung von Brennstoff-Additiven. Bisweilen wurde dafür eine Vielzahl mineralischer- und schwefelhaltiger Stoffe, mit unterschiedlichsten Erfolgen verwendet. Auch wenn es umfangreiche Erfahrungen bezüglich der Zugabe von Additiven während der Verbrennung von biogenen Brennstoffen gibt, so bedarf es ohne Zweifel noch weitere Untersuchungen um neue, kostengünstige sowie ressourcenschonende Brennstoff-Additive zu finden, welche aschebedingte Probleme signifikant reduzieren können. Das Hauptziel des Projektes REFAWOOD stellt die Optimierung des derzeitigen ökonomischen und ökologischen Zustandes sowie die Erweiterung des Marktes für die Verwendung von Altholz in Biomasse Verbrennungsanlagen, durch die effiziente Verwendung eines ressourcenschonenden Brennstoff-Additivs aus recyceltem Gips, dar. Im Speziellen soll ein effizientes Additiv-Konzept entwickelt werden, welches im Anschluss in industriellen Altholz-Feuerungen getestet werden soll. Des Weiteren soll gezeigt werden wie Altholz und Additiv aus dem Abfallstrom entnommen und in den Prozess, unter besonderer Berücksichtigung der ökonomischen und ökologischen Aspekte, integriert werden können. Dabei liegen die Hauptaugenmerke auf dem Erhalt der begrenzten natürlichen Ressourcen, dem Umweltschutz sowie der Entwicklung des optimierten Brennstoff/Additiv-Verhältnisses um den Abfallstoff Altholz bestmöglich im industriellen Rahmen energetisch nutzen zu können. In Österreich wird BE2020 an der Entwicklung des Additiv-Konzeptes beteiligt sein, welches in weiterer Folge in Industrieanlagen der Firmen LASCO und EGGER getestet wird. Das entwickelte Konzept soll es den heimischen Kraftwerksbetreibern ermöglichen kostengünstige Abfallprodukte als Brennstoff optimal zu nutzen. Hierzu sollen mit Hilfe des Gips-Additivs aschebedingte Probleme reduziert werden, um die ökonomische Rentabilität von Altholzanlagen zu erhöhen. Zusätzlich zu den ökonomischen und ökologischen Nutzen werden sozio-ökonomische Nutzen, wie die Schaffung neuer Arbeitsplätze, durch die gezielte Nutzung von Abfallströmen, erwartet.

Steckbrief

Projektnummer
852049
Koordinator
BIOENERGY 2020+ GmbH
Projektleitung
Peter Sommersacher, peter.sommersacher@bioenergy2020.eu
Förderprogramm
ERA-NET Bioenergy
Dauer
01.2016 - 12.2018
Budget
460.000 €